Von Hamstern, Viren und Grünzeugs

Es ist eine seltsame Zeit, dieser Spätwinter 2020.
Die Natur ist sehr früh erwacht, überall sprießt es schon, selbst hier bei mir in der etwas gemässigteren Zone des unteren Westerwald.
Die Menschen verfallen zum Teil in Panik angesichts drohender Quarantäne im Corona-Fall. Läden werden leergekauft, Nudeln, Dosenfutter und alles, was als wichtig zum Überlegen erachtet wird, in großen Mengen bevorratet.
Ich möchte jetzt nicht auch noch den moralischen Zeigefinger heben, aber wenn ich mir vorstelle, dass Mensch 14 Tage lang, oder noch länger, ausschließlich von Nudeln mit Tomatensoße (aus der Dose oder Tetra-Pack versteht sich) leben will … ui. Gesund und ausgewogen geht anders.
Da helfen auch die Erbsen und Möhren in der Dose gar nichts. Kriegt man vielleicht ohne Gemaule in die Kinder rein aber der Nährwert??

Welch „Zufall“ dass die Natur gerade jetzt früher erwacht als sonst und das in einer Fülle, die schon bemerkenswert ist.
Bevor ich jetzt schreibe, was es derzeit alles zu entdecken gibt: Ja, es ist mir bewusst dass nicht jeder im Dorf lebt. Ja, es ist mir bewusst dass das (noch) ungewöhnlich ist.
Aber ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Handlungen, nicht wahr?
Und auch in urbanen Räumen gibt es eine Menge.. man muss nur hinschauen und seinen Blick vielleicht anders stellen.

Wilde Pflanzen sind die Antwort, die ich geben kann. Für die Gesundheit sowieso (Stärkung des Immunsystems, selten war es wichtiger!) und zur Versorgung mit frischem Grün als Nahrung auch.

Entdeckt habe ich dieses Jahr schon:
Scharbockskraut, Knoblauchrauke, Brennessel, Wiesenbärenklau, Malven, Löwenzahn, Vogelmiere (ist eh immer da), Giersch und noch einiges mehr.

Ich gehe davon aus, dass jeder zumindest die Brennessel und den Löwenzahn kennt. Möglicherweise auch den Giersch, Gärtners Schreck, der schon wieder munter vor sich hin „streut“.

Und Brennessel und Löwenzahn reichen auch schon aus, um eine Grundversorgung herzustellen!

Hier eine kurze Zusammenfassung der Inhaltsstoffe und der Wirkung auf den menschlichen Organismus:

Brennessel:
Sehr reich an organisch gebundenen Mineralstoffen wie kalium, Phosphor, Magnesium, besonders Kalzium und Eisen, hoher Vitamin C-Gehalt, Provitamin A und Eiweiß.
Wirkt blutbildend, basisch, blutreinigend.
(Auszug aus meinem Ausbildungsskript von Dr. Markus Strauss)

Löwenzahn:
Sehr vitaminreich, besonders Vitamin C und D, viel Kalium und wertvolle Bitterstoffe. Regt die Galle und die Leber an und hilft bei der Entgiftung. Im Zusammenspiel mit dem hohen Vitamingehalt und dem Reichtum an Kalium (wirkt entwässernd) bietet er dem Körper wirkungsvolle Hilfe zur Selbsthilfe.
(Auszug aus meinem Ausbildungsskript von Dr. Markus Strauss)

Traut Euch! Geht raus, man muss nicht lang suchen um sie zu finden! Auch in der Stadt!

Wenn Ihr Euch gar nicht dazu überwinden könnt, „das Zeug“ zu essen macht Euch einen Tee! Zusammen z.B. mit Hagebuttentee wird es wenig bitter und schmeckt lecker.

ABRATEN möchte ich auf jeden Fall von dem eigenmächtigen Sammeln von Bärlauch! Also denen, die nicht fit in der Bestimmung sind! Derzeit ist der Aaronstab auch schon stark verbreitet und oft stehen die beiden in einem Feld. Aaronstab ist hochgiftig und sieht für das ungeübte Auge dem Bärlauch zum Verwechseln ähnlich!

Gerne helfe ich Euch bei der Bestimmung von Pflanzen, die Ihr vielleicht gerade im Garten oder so findet! Ausnahmsweise könnt Ihr mir auch ein Bild schicken über meine Mail-Adresse .
Oder Ihr bucht mich für eine Bestimmung

Ich wünsche Euch einen schönen Frühlingsanfang bei bester Gesundheit!

Beitragsbild: herbaversum.de

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