Warum ich keine online-Kurse anbiete

Es schallt von allen Seiten: „Jetzt, in der Krise, jetzt musst Du Dein Business auf online umstellen! Du verpasst sonst den Anschluß, erreichst Deine Kunden nicht usw.usf.“
„Mach doch online-Kurse, dann kannst Du so Dein Geld verdienen“.

Kann sein, ja. Aber „mein business“ ist darauf ausgelegt, den Stecker zu ziehen. Ja, natürlich bin ich im Netz präsent, sonst könntest Du das hier ja gar nicht lesen. Natürlich bin ich nicht so ewig gestrig um  zu wissen, dass eine online-Präsenz notwendig ist heutzutage.

Aber meine Angebote richten sich an Präsenz. In der Natur. Live und in Farbe. Es ist mehr als storytelling und Wissen weiterzugeben. Es bliebe ja theoretisch und abstrakt.
Ich vermittele mein Wissen anders und das kann ein Online-Kurs nicht leisten.
Ja, ich drehe gerade Videos für meine Grundschulkinder, damit sie den Fortschritt im Schulgarten sehen können. Das ist aber nicht mehr als ein kleiner Gimmick. „Peter Lustig“ nur in weniger professionell ;-).
Es ist nicht vergleichbar mit riechen, fühlen, schmecken, sehen, hören. Online werden nur zwei Sinne angesprochen, ich aber arbeite mit allen Sinnen.
Das Selbermachen, das Da-Sein, das kann kein Video ersetzen.
Es macht einen Unterschied ob ich das Beet einsäe oder ob die Kinder die sinnliche Erfahrung von feuchter Erde machen. Ob ich einen Obststrauch einpflanze oder ob die Kinder ein Pflanzloch graben müssen.

Ich findes es auch gerade im Bereich von Natur- und Erlebnis-Angeboten total absurd. Man kann das Natur-Erlebnis ergänzen durch digitale Medien, gar keine Frage. Schnell mal etwas googlen und ja, es gibt total gute Pflanzen-Bestimmungs-Apps. Aber bevor man eine Pflanze bestimmt steht man davor. Im Garten oder im Wald, auf der Wiese, in der Prärie :-).

Schön blöd mag der ein oder andere jetzt denken. Musst ja irgendwo von auch leben. Ist doch super einfach, einmal Aufwand und dann in Dauerschleife laufen lassen.
Selbstläufer.
Ja, mag sein. Ist aber nicht mein Anliegen, immer noch nicht.

Mein Ansatz ist immer noch das „Lernen und Erfahren mit allen Sinnen“, Ich freue mich, dass es jetzt viele Leute in die Natur und den Wald zieht und ich hoffe, dass es viele gibt, die auch „nach der Krise“ (was das auch immer sein wird) ihre Freude an der Natur wiedergefunden haben und beibehalten.

Die die Zeit vielleicht genutzt haben um in sich zu gehen und zu fühlen, dass wir ein Teil der Natur sind. Dass sie sie nicht mehr kennen aber gern wieder kennenlernen würden.

Nein. Ich werde auch weiterhin keine „Online-Kräuterwanderung“ anbieten.

Wer nicht warten will bis „nach der Krise“ kann sich gerne anschauen was ich mir für diese Zeit überlegt habe.
Eine Einzel-Wanderung bzw. Beratung ist sehr intensiv und lehrreich. Live. In der Natur 🙂

 

 

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